Edelmetallscheidung

Edelmetalle kommen in der Industrie und Schuckherstellung überwiegend in Legierungen vor. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme von bestimmten Münzen es sich um keinen "reinen" Edelmetalle handelt. Legierungen werden verwendet um bestimmte Materialeigenschaften von Metallen für die entsprechenden Nutzungsbedingungen zu verbessern.

 

Reinstes Gold (Feingold 999,9/1000 - 24 Karat) ist in seiner Materialeigenschaft zu weich, als dass es sich für die Schmuckindustrie eignen würde. Würden Ketten aus Feingold hergestellt werden, so würde durch das Tragen sich die Schmuckstücke verformen bzw. sogar abwetzen. Ein Bruck an besonders filigranen Strücken wäre der Fall.

 

Durch die Zulegierung von z. B. Silber und Kupfer werden die Materialeigenschaften verhärtet, wobei der Glanz von Gold weitestgehend erhalten bleibt.

 

Bei der Edelmetallscheidung werden die einzelnen Metalle in einer Legierung wieder in die einzelnen Bestandteile technisch zerlegt, also geschieden. So können in unterschiedlichen Prozessen aus der Edelmetallmischung wieder Feingold, Feinsilber, Feinplatin bzw. Feinpalladium hergestellt werden. Weitere Buntmetalle wie z. B. Kupfer werden hierbei ebenfalls gewonnen. Bei der Edelmetallscheidung haben Buntmetalle eine untergeordnete Gewichtung. Dies liegt unter anderem an dem Metallwert.

 

Je nach Materialgrundstoff werden unterschiedlichste Verfahren so angewendet, dass der Edelmetallverlust minimiert wird. Eine 100-prozentige Materialtrennung ist derzeit aus wirtschaftlichen Gründen meist nicht möglich. Dies bedeutet, dass bei der Edelmetallscheidung sog. Scheideverluste mit einkalkuliert werden. Die Scheideverluste liegen je nach Scheidgut in unterschiedlichen Bandbreiten.

 

Jedes eingereichte Scheidgut wird separat homogenisiert, also möglichst gleichbleibende Barren erzeugt. Diese werden durch Probebohrungen mit anschließender Analyse herangezogen. So ist es möglich, dass die Edelmetallgutschriften für jedes eingereichte Material schnell erfolgen kann.

 

Der eigentliche Scheideprozess erfolgt in größeren Einheiten. Es werden mehrere Kilo Goldlegierungen in größere Barren gegossen. Hierbei werden die unterschiedlichsten Lieferungen zusammengeführt. Im Anschluss werden die einzelnen Edelmetalle Schritt für Schritt separiert.

 

Die unterschiedlichen Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium haben unterschiedliche Materialeigenschaften. So ist z. B. der Schmelzpunkt bei Platin und Palladium bedeutend höher als bei Gold oder Silber. Dies bedeutet, dass bei der Platin- und Palladiumscheidung höhere Temperaturen verwendet werden müssen. Dies erhöht nicht nur beim Schmelzvorgang die Kosten.

 

Dies führt dazu, dass Preisunterschiede bei Silber, Gold bzw. Platin und Palladium entstehen. Abhängig von der Materialmenge entstehen ebenso Preisunterschiede. Meist liegen die Preisunterschiede in überwiegender Menge an den einzelnen Arbeitsschritten wie Materialeingang und -protokollierung, Materialschmelzung und Analyse. Die Analysekosten sind bei 100 Gramm annähernd identisch wie bei einer Scheidgutmenge von 500 Gramm oder mehr.

 

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Für die Einreichung von edelmetallhaltigem Scheidgut benötigen wir von Ihnen entsprechende Eigentumsunterlagen. Diese Unterlagen können Sie unter Formulare einfach downloaden.